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Irisierende Farbe

auch Perlglanzeffekt, Perlmutteffekt, Regenbogeneffekt

Druckfarben, denen Perlglanzpigmente beigemischt sind, werden auf Grund ihres optischen Effektes auch als irisierende Farben bezeichnet. Sie grenzen sich daher auf Grund ihrer reflektierenden Eigenschaften von den konventionellen Pigmenten ab.

Der irisierende Effekt oder auch Perlmutteffekt entsteht durch Interferenz, die in der Natur z.B. beim Betrachten der Perlen einer Muschel auftritt. Je nach Betrachtungswinkel wird eine Farbe des Spektrums der Lichtquelle verstärkt, was zu einem spektralen Verlauf über eine gewisse Länge führt („Regenbogeneffekt“).

Folienkaschierung mit irisieriendem Effekt

Technischer Hintergrund

In einen Lack als Trägermedium werden winzige, mit Folie beschichtete Glimmerplättchen eingearbeitet. Diese kleinen, als Spiegel fungierenden Teilchen werfen das einfallende bzw. schon vom Motiv remittierte Licht je nach Betrachtungswinkel unterschiedlich zurück. Dabei kommt es dazu, dass Teile des Lichtes mehrfach nur innerhalb der Lackschicht reflektiert werden, ehe sie aus ihr austreten können. Diese Wegdifferenz hat einen Gangunterschied der Lichtwellen zueinander zur Folge, wodurch es bei bestimmten Wellenlängen zu Interferenz kommt.

Wirkung

Der Interferenzeffekt betrifft nicht nur jeweils eine Spektralfarbe, sondern erscheint über eine gewisse Länge. Für den Betrachter ist ein Farbverlauf in der Umgebung einer bestimmen Farbe sichtbar. Da sich diese mit jedem veränderten Betrachtungswinkel geringfügig ändert, wird die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die so veredelte Fläche gelenkt.

Einsatzmöglichkeiten

Derartige Farben eignen sich besonders gut zum effektvollen Dekorieren von Lebensmittel- und Zigarettenverpackungen. Sie geben so eher konventionellen Offsetdruckprodukten einen schillernden Schein.

Grenzen

Perlmuttfarben verhalten sich ähnlich wie Dispersionslacke. Sie trocknen rasch durch Wegschlagen oder Verdunsten des Wasseranteils. Für sie gelten also die gleichen Grenzen.

Kosten

 

 

Quellen und weiterführende Informationen

[1] Diplomarbeit von Nicole Pfennig und Viktoria Steinwandel
Freie Hochschule für Grafik-Design & Bildende Kunst Freiburg e.V.

[2] Artikel „Streicheln erlaubt! Effektvolle Oberflächenveredelung durch elektrostatische Beflockung“ in „Palette - Das Kundenmagazin der Igepa Group Nr. 55“, (2008)

Letzte Änderung: 4.10.2015
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