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Soft-Touch-Lack

auch Touch-Lack

Der Soft-Touch-Lack wird für eine besondere Haptik eingesetzt. Je nach Lack fühlt man etwas Samtiges, Gummiartiges oder auch Weiches. Im partiellen Druck kommt zudem die matte Wirkung des Soft-Touch-Lacks sehr gut zur Geltung. Auch die Automobilbranche setzt diese Technologie oft bei der Gestaltung der Oberflächen im Innenraum ein.

Technischer Hintergrund

Der Lack lässt sich mit verschiedenen Verfahren wie Offsetdruck, Flexodruck und Siebdruck auftragen, wobei sich im Siebdruck die größten Schichtdicken übertragen lassen. In der Regel ist er transparent. Mit Pigmenten versehen lässt sich natürlich auch ein farbiger Soft-Touch-Lack herstellen.

Wirkung

Der Lack absorbiert das Licht und dämpft dadurch die darunterliegenden Farben, was zu dem matten Erscheinungsbild führt.

Es ist möglich, viele Details, Schriften und Raster zu drucken. Man erreicht durch das Aufbringen von diesem Lack ein gefühltes Erlebnis und einen reelleren Bezug zu dem veredelten Element.

Einsatzmöglichkeiten

Im Siebdruck hat man die Möglichkeit neben Papier auch Folien, Kartonagen und andere Materialen zu bedrucken. Es eignen sich am besten glatte und gestrichene Papiere, da sich darauf auch der Effekt am besten abhebt. Es ist zu empfehlen bei anderen Materialien zunächst einen Testdruck herzustellen.

Ein randabfallender und beidseitiger Druck ist möglich.

Grenzen

Die Oberfläche ist sehr kratzempfindlich. Das muss nicht nur beim Umgang mit dem veredelten Produkt beachtet werden, sondern auch bereits in der Weiterverarbeitung. Zusätzlich ist die rutschhemmende Wirkung des Soft-Touch-Lacks bei der Erstellung des Maschinendurchlaufes und der Stapelverarbeitung zu berücksichtigen.

Kosten

Die Kosten richten sich nach der Größe des Motivs. Sie sind im Allgemeinen für dieses Verfahren nicht sehr hoch.

 

 

Quellen und weiterführende Informationen

[1] Hille, Frauke Helene: Veredelungsmöglichkeiten und Spezialeffekte für Bücher und Broschuren; DIPLOMARBEIT, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH),Fachbereich Medien, Studiengang Verlagsherstellung, 2008

[2] Murvai, Géza; Ober, Juliane; Bundesverband Druck und Medien e. V.(Hrsg.): „Inline veredeln im Bogen- und Endlosdruck“, 2007 Print & Media Forum AG, Wiesbaden

[3] Beckmann, Till; Morlok, Franziska:“Extra: Enzyklopädie der experimentellen Druckveredelung“; 1.Auflage 2009, Birkhäuser Verlag

Letzte Änderung: 23.9.2014
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