Projekt

„Veredelungslexikon – Ideen, die beeindrucken.“

Lange Zeit gab es auf dem Markt zum Thema Veredelung nur sehr wenige Publikationen, die meist nur einen fachlichen Schwerpunkt haben und denen die objektive Sicht fehlt. Der Bedarf an einem praxisnahen, wenig designorientierten Nachschlagewerk zum Thema Veredelung ließ Studenten des Studienganges Buch- und Medienproduktion der HTWK Leipzig im Sommer 2010 das Projekt Veredelungslexikon ins Leben rufen.

Mit der Idee einer übersichtlichen Strukturierung dieses vielfältigen Themas standen die Projektziele schnell fest. Kernziel des Projektes ist eine allgemeingültige Strukturierung und die Darstellung der Veredelungsverfahren in einem direkten Vergleich. Die grafischen Möglichkeiten galt es so objektiv wie möglich zu zeigen. Die Veredelungen wurden dabei auf die Varianten eingegrenzt, die dem Produkt einen vordergründig ästhetischen Mehrwert geben. Veredelungen, die eher die Handhabbarkeit unterstützen, wurden bei den Betrachtungen daher nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus besteht ein wissenschaftlicher Anspruch an die redaktionell recherchierten Fachinformationen der einzelnen Techniken. Um ein weiteres umfangreiches Know-How mit zu sichern und Aussagen zu Besonderheiten, Grenzen und Kosten treffen zu können, wurden zahlreiche Projektpartner aus der Wirtschaft mit in das Projekt eingebunden.

Schließlich stand für das Projektteam die Frage der Veröffentlichung der Fachinformationen im Raum. Dabei entstand die praktische Lösung, ein Lexikon sowohl online als auch offline herauszugeben.

Die Ergebnisse der Recherchearbeit wurden zunächst auf dieser Webseite präsentiert. Die Einteilung der verschiedenen Veredelungstechniken erfolgt nach den Fertigungsverfahren (DIN 8580: Fertigungsverfahren. Begriffe, Einteilung. September 2003). Neben dieser wissenschaftlichen Zuordnung bieten wir aber auch einen praktischen Schnelleinstieg über das Stichwortverzeichnis an. So liefert das Lexikon Einsteigern und Fortgeschrittenen eine klare Übersicht.

Das Online-Lexikon bietet Informationen über technologischen Hintergrund, erzielte Wirkung, Einsatzmöglichkeiten und -grenzen sowie eine Abschätzung der Kosten. Dabei werden nicht nur die Einsatzgebiete in der Buchbranche dargelegt, sondern auch weitere Einsatzgebiete aufgezeigt.

Da auf einer Webseite nur bedingt die haptischen Eigenschaften einer Veredelung dargestellt werden können, haben wir eine Musterbox zum Veredelungslexikon erstellt. Diese beinhaltet inzwischen sämtliche auf der Webseite vorgestellten Verfahren auch in Form begreifbarer Musterkarten.

Von der Hochschule aus wird das Projekt von Frau Prof. Inés Heinze, Lehrgebiet Bedruckstoff­verarbeitung, betreut. Weitere Unterstützung erhalten wir von Projektpartnern aus der Industrie.